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Frage: Welche Rolle spielen neuere Diagnosemöglichkeiten wie z.B. EKG-Ableitung mit der Apple-Watch?

 

Antwort: Die Bedeutung dieser Geräte nimmt rasch zu. Dabei können Patienten mit selten auftretenden Rhythmusstörungen diese erfassen, z.B. gelegentlich auftretendes Vorhofflimmern oder Herzrasen.

In diesem Zusammenhang gibt es für mich im ärztlichen Alltag ein Problem. Immer mehr Patient/Innen legen mir ihr Gerät vor und erwarten, dass ich 30 oder 40 gespeicherte Ausschriebe durchmustere und bewerte. Das kann und will ich nicht leisten.

Noch ein Thema möchte ich anschneiden: Es gibt viele Patienten, die sich solche Geräte kaufen, weil sie an herzbezogenen Ängsten leiden. Nun "sehen" sie die Rhythmusstörungen - meist harmlose Extraschläge.  Und sie werden dadurch extrem verunsichert.

Fazit: Im Prinzip sind diese Möglichkeiten ein Segen, gerade bei der Diagnose des anfallsweisen Vorhofflimmerns. Aber es wird noch eine Weile vergehen bis wir diese Geräte in den Alltag der Arzt-Patient-Zusammenarbeit integriert haben.

(12.10.2018)


 

Frage: Empfehle ich die Anschaffung eines Rhythmus-Aufzeichnungsgerätes?

Antwort: Ja bei klarer Fragestellung (z.B. unklare, seltene, anfallsweise Rhythmusstörung).

Klarstes Nein bei ängstlicher Fixierung auf das Herz.

(08.08.2018)