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Diese Frage: "Woher bekomme ich verlässliche Informationen?" ist sicherlich die wichtigste Frage überhaupt.

"Verlässlich" bedeutet: 1. aktuell, 2. sachlich richtig und 3. möglichst frei  von Interessen, irgend etwas zu verkaufen oder an  den Mann/die Frau zu bringen. Dabei ist der dritte Punkt mit der Wichtigste. Es geht leider in der Medizin immer und überall auch um sehr viel Geld (übrigens auch bei den Krankenkassen und den Politikern).

Auch den entsprechenden Artikeln z.B. von "Wikipedia" sehen Sie nicht ohne Weiteres an, ob sie  von Leuten mit bearbeitet wurden, die eigene (Verkaufs-) Interessen verfolgen, etwa bezüglich  eines Medikaments oder  einer technischen Untersuchungsmethode.
Sogar in Veröffentlichungen der Herzstiftung habe ich schon Beiträge gelesen, die nach meiner Überzeugung nicht interessenfrei waren. Auch hier ist (leider, leider) Vorsicht geboten. Es kommen dort ausgewiesene ExpertInnen zu Wort, die aber ihrerseits manchmal Verbindungen zu den Anbietern haben.

Das beste Verfahren besteht deshalb im Grundsatz immer noch darin, sich verschiedene Meinungen/Artikel anzusehen und sich dann eine eigene Meinung zu bilden.


Quellen könnten dafür sein:

Das Gespräch mit Ihren behandelnden Ärzten.
Wichtigste Quelle überhaupt.

Bedenken Sie, bevor Sie nun weiter lesen, folgendes:
Selbst wenn Sie kein ängstlicher Mensch sind, aber z.B. schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht haben, kann die im Internet verfügbare Fülle an Informationen eher lähmend als hilfreich für Sie sein.
Es tauchen immer mehr Gesichtspunkte auf und Sie
wissen vielleicht am Ende gar nicht mehr, was Sie wem glauben sollen.
Das Internet ist eine prima Informationsquelle, Sie können aber im Einzelfall nicht erkennen, wie gut informiert Ihr Informant ist und ob er eigene (z.B.wirtschaftliche) Interessen mit seiner Präsentation verfolgt.
In den Diskussionsrunden im Internet lässt sich beobachten, dass TeilnehmerInnen vorzugsweise ungute Erfahrungen berichten, z.B. mit sehr seltenen Nebenwirkungen. Dadurch kann ein ganz falscher Eindruck z.B. vom Gefahrenpotential eines Medikamentes entstehen.
Deshalb kann es richtiger sein, sich einen bewährten, verlässlichen Partner, z.B. Ihren behandelnden Arzt zu suchen, der Sie berät und dessen Rat Sie vertrauen.


Mögliche Quellen der Information:

 1. Im Internet

Wikipedia (Einschränkungen: siehe oben).

Die Seite der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung (www.dgk.org, dann weiter zu "Leitlinien" gehen; diese Leitlinien sind - nach dem Datum des Erscheinens geordnet, die neuesten zuoberst - oft ausführliche Grundsatzartikel, die das zusammenfassen, was wirklich gesichert ist zu verschiedenen Themen der Kardiologie). Die Seite ist sehr gut, aber natürlich eher für Fachleute geschrieben. Sie werden manches nicht sofort verstehen.


Die Seite des "Arzneimitteltelegramms" (Achtung! Sehr pharmakritisch und eher skeptisch gegenüber medikamentösen Neuerungen).

Wenn Sie gut englisch können:
Die Seite AHA/ACC bringt immer und in dichter Folge aktuelle Artikel zu wichtigen kardiologischen Fragen. (Googeln Sie AHA/ACC; öffnen Sie dann die Seite "clinical statements/guidelines"; Sie können dann Ihr Suchwort eingeben und erhalten den neuesten Stand. Die Seite ist hervorragend, erfordert aber fortgeschrittene Englischkenntnisse.)
Die Seite www.ESCARDIO.org der europäischen Kardiologengesellschaft bringt ebenso Informationen über neue Entwicklungen und Leitlinien, ist aber  nicht so übersichtlich wie AHA/ACC .


2. Außerhalb des Internets:

Für Medikamententhemen:
Der Beipackzettel Ihrer Medikamente (diese Beipackzettel sind viel besser als ihr Ruf, da sie unter Aufsicht der Behörden stehen!).
Wenn Sie zu "Ihrem" Medikament mehr erfahren möchten, können Sie von der Herstellerfirma die wissenschaftliche Produktinformation anfordern, das ist ein mehrseitiges weißes DIN A 4-Schriftstück. Sie ist ganz hervorragend, allerdings natürlich für Fachleute geschrieben und dadurch nicht ohne weiteres sofort zu verstehen.

Keine gute Informationsquelle sind in der Regel Nachbarn etc., da sie immer eine Schauergeschichte auf Lager haben und nur von zufälligen Einzelerfahrungen berichten können.

Noch ein wichtiger allgemeiner Tip: Seien Sie gesund skeptisch, wenn Ihnen etwas angeboten wird, das Sie aus eigener Tasche bezahlen sollen.
Im Bereich der Kardiologie wird nach meiner  Kenntnis alles Sinnvolle von der Krankenkasse bezahlt. Allerdings kann es bei Medikamenten in Einzelfällen Zuzahlungen geben (wichtigster aktueller Fall: Sortis, ein besonders wirksamer Cholesterinsenker, der jetzt aber "frei" und damit erstattungsfähig geworden ist).
Wir sind in unserem Fach nach meiner Wahrnehmung eindeutig nicht im Bereich der sog. 2-Klassenmedizin.

Noch ein Wort zu mir selbst:
Nach über 20 Jahren Praxis habe ich mich - auch um meiner eigenen Unabhängigkeit in diesem Forum willen - zu folgendem Kodex entschieden
1. Kongresse, Fortbildungen etc. bezahle ich ausschließich selbst, nehme keine Sponsorengelder von Firmen mehr an.
2. Pharmazeutische Aussendienstmitarbeiter empfange ich nicht mehr. Auch nehme ich keine Muster an.
3. Wenn ich Vorträge vor Kollegen oder Patienten halte (die oft im Rahmen von Veranstaltungen stattfinden, die industriegesponsert sind; damit ist natürlich auch mein Votragshonorar gesponsert)  verlange ich ausdrücklich, dass ich völlig frei bin zu sagen, was ich möchte.
(10.11.08, Update 14.08.2010; re.Updates 11.10.2010; 20.10.2011; 23.04.2012; viele weitere, zuletzt 03.09.2017)




Frage: Bieten wir telemedizinische Dienste an, z.B. in der Überwachung von Herzschrittmachern/Defibrillatoren?

Antwort: Nein, zunächst ganz einfach aus organisatorischen Gründen. Wir sind ein kleines Institut und können keine Bereitschaft über 7 Tage pro Woche / 24 Stunden am Tag bieten, um ggf. auflaufende Störungsmeldungen zu beurteilen und auf sie zu reagieren.

(03.09.2017)


 

Frage: Ist die telemedizinische Überwachung von Herzschrittmachern/Defibrillatoren sinnvoll?

Antwort: Im Grundsatz ja.

Sinn ist, Störungen zeitnah zu erfassen, also z.B. einen drohenden Elektrodenbruch. Dadurch können den Patienten Schocks durch fehlinterpretierte elektrische Signale erspart werden.

Organisatorisch läuft das so, dass der Patient die Daten seines Aggregates über ein Modem oder (durch z.B. Bluetooth übertragen) über sein Handy an eine Zentrale sendet. Sort werden die auflaufenden Daten zeitnah (idealerweise innerhalb von Minuten) beurteilt und der Patient wird dann angerufen und entsprechende Maßnahmen werden veranlasst.

Es ist überflüssig zu sagen, dass solche Strukturen sehr aufwändig sind. Der Arbeitsplatz der Zentrale muss über 24 Stunden  jeden Tag besetzt sein und es müssen dort genug Experten ansprechbar sein, um eine zeitnahe Beurteilung jederzeit zu gewährleisten, und das auf fachlich hohem Niveau. Das ist organistorisch und natürlich letztlich auch finanziell anspruchsvoll. Die Finanzierung ist im Rahmen der Krankenversicherungen nicht geklärt.

(03.09.2017) 


 

 

mail: a.gittinger@web.de

Telefon Praxis: 0203/554206

FAX Praxis: 0203/554200

Ständige Erreichbarkeit: Diese Notfallnummer wird bedarfsweise Patienten vertraulich mitgeteilt.

 

Fachfragen: Am besten per mail. Wenn Sie Patient/in unserer Praxis sind bitte Name, Vorname  und wenn möglich Patientennummer (ID) angeben, diese ID erhalten Sie von mir in der Praxis  auf Anfage.

Fragen persönlicher Art beantworte ich wenn möglich fernmündlich oder im direkten Gespräch, im mail-Kontakt können nur Fachfragen allgemeiner Art bearbeitet werden. In jedem Fall wird der Datenschutz streng beachtet. Ihre Fragen (auch per mail) sind für Dritte nicht einsehbar.

Achtung: In Notfällen nicht mailen, da ich eine zeitnahe Bearbeitung nicht garantieren kann.

Fragen von allgemeinem Interesse beantworte ich öffentlich im Frage-Antwort-Teil auf der Seite "Fachinformationen". In diesem Fall werden persönliche Aspekte der Frage anonymisiert.