Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Frage: Wie ich las, hat sich in der Therapie des Diabetes mellitus II für Herzpatienten etwas geändert. Was?

Antwort: Stimmt. Drei Gruppen von Medikamenten werden in diesem Zusammenhang besonders empfohlen

1. Metformin (der Klassiker)

2. Die Gliflozine (oder SGLT-2 Blocker). Sie führen zur Glucoseausscheidung im Urin und gleichzeitig entziehen sie dem Körper Wasser.  Vertreter: Canagliflozin, Dapagliflozin und Empagliflozin.

3. Die GLP-1 Analoga. Sie führen u.a. zu einer Gewichtsreduktion und Reduktion der Nahrungsaufnahme. Vertreter: Exanitid, Liraglutid, Dilaglutid.

 

Alle genannten Medikamentengruppen haben in Studien gezeigt, dass sie sich günstig auf den Verlauf von Herzerkrankungen auswirken, bzw. die Sterblichkeit und Erkrankungswahrscheinlichkeit an Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche verminderen.

 

Demgegenüber haben Insulin und die DPP 4- Antagonisten (Gliptine, z. B. Sitagliptin, Saxagliptin) weder positive noch negative  Auswirkungen auf Herzerkrankungen, bessern jedoch die Stoffwechselführung und damit die Langzeit-Lebensaussichten der Diabetiker (bezüglich Niere, Auge, Nerven).

 

Die alten Klassiker Sulfonylharnstoffe (z.B. Glimepirid) standen lange im Verdacht, die Wahrscheinlichkeit von Herzinfarkt, Schlaganfall und Herztod zu erhöhen. Das hat sich in neueren Studien nicht bestätigt.

(30.06.2019)